…die Regel des Heiligen Benedikt?

Die 1500 Jahre alte Gründungsurkunde aller Benediktinerklöster

Es gibt Texte, die haben eine phänomenale Wirkungsgeschichte. Dazu gehört die Regel des Heiligen Benedikt, des Gründers der Benediktiner. Benedikt von Nursia lebte von 480 bis 547 in Norditalien. Auf Monte Cassino schrieb er auf der Grundlage seiner Erfahrungen und älterer Mönchsregeln seine Regel. Diese gilt mit ihren 73 Kapiteln bis heute verbindlich auf der ganzen Welt als „Leitbild“ und „Grundordnung“ in allen Benediktinerklöstern. Jeden Tag wird weltweit in jedem dieser Klöster ein Abschnitt vorgelesen, sodass jeder Mönch sein Leitbild dreimal jährlich vorgelesen bekommt. Einerseits ist diese Regel sehr klar, andererseits aber nicht starr sondern anpassungsfähig. So verfasst Benedikt 10 Kapitel über eine spezielle Ordnung, um dann zu schreiben: „Wir machen ausdrücklich auf folgendes aufmerksam: Wenn einer mit dieser Ordnung nicht einverstanden ist, stelle er eine andere auf, die er für besser hält.“ RB 18, 22

IMG_0782

Das Vermächtnis eines Mannes, wie christliches Gemeinschaftsleben gelingt

Die Regel will dem Leben in Gemeinschaft eine Ordnung geben. Persönliches Wachstum, so die Überzeugung Benedikts, gelingt am Besten in Gemeinschaft. „Der Mitbruder über den ich mich ärgere, zeigt mir, was in mir selbst noch nicht geheilt ist“, wie es in einem alten Text heißt. Gleichzeitig können wir voneinander lernen und uns in schwierigen Phasen gegenseitig ermutigen. In seiner Regel verbindet Benedikt klare Hierarchien mit einer demokratischen Grundordnung, Wertschätzung der Alten und der Jungen, Tradition mit Erneuerung: „Dass aber alle zur Beratung zu rufen seien, haben wir deshalb gesagt, weil der Herr oft einem Jüngeren offenbart, was das Bessere ist.“ RB 3, 3

Eine Inspiration für Führungskräfte, wie menschlich wertschätzende und wirtschaftlich erfolgreiche Führung gelingt.

Benedikt verwendet viel Sorgfalt darauf, die Rolle und Aufgabe des Abts aber auch des Priors (Stellv. Abt) und des Cellerars (Wirtschafts- und Finanzverantwortlicher) zu beschreiben. Besonderen Wert legt er dabei auf die Persönlichkeit und die Charaktereigenschaften einer Führungskraft. Darüber hinaus beschreibt er, wie eine Führungskraft sich auf jeden Mitarbeiter einzustellen hat und der Situation angemessen entscheiden soll. Neben allen Anforderungen weist er auch darauf hin, wie eine Führungskraft gut auf sich selbst und ihre Persönlichkeitsentwicklung achten kann.

Wir vom TEAM BENEDIKT lassen uns von dieser Regel des Heiligen Benedikt inspirieren, herausfordern, in Frage stellen. In ihr finden wir viele gute, konkrete Anregungen, die wir für heute übersetzen und nutzen. Dies zeigt Stephan Röder besonders in seinem Kurs Benedikt von Nursia – Inspiration für Führungskräfte.

Kurs: Benedikt von Nursia – Inspiration für Führungskräfte

Beobachten Sie, dass die besten Managementmethoden nur wirksam sind, wenn sie von einer glaubwürdigen Führungspersönlichkeit eingesetzt werden? Sind Sie neugierig darauf, wie Sie Ihre Führungspersönlichkeit weiterentwickeln und Führungstechniken erfolgreich anwenden können?

Kursleiter: Stephan Röder

23.04.-25.04.2018