Kennen Sie das auch? Sie sind gerade in bester Sommerlaune und plötzlich taucht aus dem Nichts ein kritischer Gedanke auf, der Ihre gerade noch absolut positive Stimmung in den Minusbereich bringt. Wir nennen diese Stimme den inneren Kritiker. Es handelt sich um eine in uns wohnende Stimme, die immer dann hörbar wird, wenn wir an uns zweifeln, uns nicht gut genug fühlen oder uns mit anderen vergleichen. In der Praxis lauten seine Worte dann beispielsweise:

  • Andere machen das viel besser!
  • Stell dich nicht so an!
  • Das interessiert sowieso niemanden!
  • Streng Dich mehr an, das ist noch nicht gut genug!

Praxistipps für den Ausgleich:

  • Beobachten Sie in den nächsten Tagen Ihre täglichen Gedanken.
  • Jedes Mal, wenn Sie bemerken, dass der Kritiker sich meldet, machen Sie auf einem dafür vorgesehen Blatt Papier einen Strich.
  • Dann sagen Sie sich ein lautes (oder auch innerliches) STOP! Sie sind der Chef, Sie bestimmen nun bewusst, was Sie über sich denken wollen!!
  • Die Strichliste nehmen Sie dann auch gleich zum Anlass, um den inneren Erlauber einzuladen, der für einen Ausgleich sorgt.
  • Nach ein paar Tagen werden Sie durch Ihre Liste bemerken, dass der Kritiker immer seltener auftaucht und der Erlauber immer häufiger.

Meinen inneren Kritiker schicke ich in Urlaub. Meinen Erlauber nehme ich mit (in den Sommerurlaub)!!

Was ist ein Erlauber? Wie sieht dieser in der Praxis aus?
Ein Erlauber verstärkt Ihre positive Stimmung wieder und kann eine Antwort auf den inneren Kritiker sein. Wenn uns zum Beispiel der Gedanke „Das kannst du eh‘ nicht!“ überfällt, halten wir inne und schalten den Erlauber zu mit ermutigenden Worten wie „Ist das denn wahr? Du hast schon so viel geschafft, das wirst Du auch wieder erfolgreich umsetzen. Lass uns einfach anfangen, dann findet sich schon ein Weg!“

Mehr über den inneren Kritiker gibt es von Tom Diesbrock im Buch „Hermann! Vom klugen Umgang mit dem inneren Kritiker“.