… die Wirkung von Meditation?

Meditieren ist immer noch besser, als einfach nur rumsitzen und gar nichts tun.

In allen Kulturen wurden seit Jahrtausenden Übungen entwickelt, die uns helfen, ein Gespür für den richtigen Moment zu entwickeln, zu lernen, unsere Gedanken zu reflektieren und mit Emotionen gelassen umzugehen, uns die Intuition als Quelle der Erkenntnis zu Nutze zu machen.

Wie wirkt Meditation?
Wissenschaftliche Studien und Gehirnforschung belegen die positive Wirkung für unsere körperliche, geistige, seelische und emotionale Gesundheit. Meditation wirkt ähnlich wie eine Datendefragmentierung bei Computern: Die Daten werden kompri-miert und Speicherplatz wird wieder verfügbar. Wir richten unsere Aufmerksamkeit nach innen, verarbeiten Gedanken und Emotionen, schaffen innere Klarheit und entwickeln mehr Achtsamkeit und Bewusstheit. In dem Maße, wie es uns gelingt, unsere kreisenden Gedanken loszulassen, werden wir präsent in der Gegenwart. Wir halten uns nicht länger mit Vergangenem auf, das nicht zu ändern ist, und verlieren uns nicht in Zukunftsängsten oder -träumen. Wir sind wach, mit allen Sinnen in der Gegenwart. Dieses Gegenwärtig-Sein ist ein Geschenk (Präsent): Nur in der Gegenwart können wir handeln.

Wie profitieren Fach- und Führungskräfte von Meditation?
Wir kommen zur Ruhe, bleiben im Sein jenseits des Funktionierens und entwickeln aus dieser Gegenwärtigkeit persönliche Präsenz. Wir kommen in Verbindung mit unserem gesunden Wesenskern und unseren Kraftquellen. Inneres Durcheinander klärt sich, wir blicken wieder durch und können Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden, klarer Denken und besser entscheiden. Unsere Kommunikation verbessert sich, in unseren Beziehungen gehen wir mit Emotionen bewusster um,  durch Meditation fördern wir unsere Empathie.

Wie meditieren wir in unseren Kursen?
Unsere Teilnehmer erleben mehrfach am Tag einen Wechsel von intensiven Seminareinheiten mit Zeiten der Stille im Rhythmus der benediktinischen Tradition ora et labora. Stille Zeiten (ora) sind für die Benediktiner heilige Zeit – eine Zeit, die nur mir gehört, frei von allen Erwartungen und Ansprüchen. Ich bin ganz bei mir und brauche nichts tun.
Wir meditieren in der ZEN-Tradition, bei der stilles Sitzen mit achtsamem Gehen abwechselt. Willigis Jäger hat so im HAUS BENEDIKT fernöstliche und westliche  Traditionen miteinander verbunden. Die morgendliche Meditation dient als Vorbereitung auf den Tag, die Einheiten am Mittag und Abend schaffen Raum für die Reflextion der Erfahrungen und Erkenntnisse. Mit dieser achtsamen Haltung gehen wir anschließend gesammelt und gestärkt wieder in unser tägliches Tun.
Meditation braucht keine Vorkenntnisse. Hilfreich ist Offenheit und die Bereitschaft, sich selbst ehrlich kennenzulernen, sich der inneren und äußeren Realität zu stellen wie sie ist, nicht, wie sie sein sollte. So können wir erkennen, dass es eine geistige Wirklichkeit gibt, mit der wir uns verbinden und aus der wir schöpfen können.